15. Mai 2011

Die Vaterlosen (Marie Kreutzer) 6,95




Dieser teilweise hochgelobte Film ist tatsächlich eine feine, fast schon unkonventionell lebendige Familiengeschichte. Beinahe erinnert es manchmal, obgleich natürlich in ganz anderem Stil, an Lost, wenn die Gegenwart durch sehr subtile, fragmentarische Rückblenden ergänzt wird. Getragen wird die Erzählung über (un-)gleiche Geschwistern, die den Tod des schrägen Hippie-Vaters beklagen, von einem tollen Ensemble, aber Marie Kreutzer ist keine Mia Hansen-Løve, der zunächst tolle Film wird gegen Ende immer schwächer: Überdramatisierung kann man das nennen; interessante Figuren bleiben dann doch hohl, um anderen ihre Erlösung zu ermöglichen, was in letzter Konsequenz auch zu erzwungen wirkt. Dennoch hinterlässt der Film im Gesamten Eindrücke – lebendige, ungewöhnliche, positive.

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